Gespeichert unter: Bewusst-Sein | Schlagworte: Bewusstsein, Gehirn, Lernen, Musik, Reflex, Wissen
Ich behaupt ja nichtmal, das Radio süchtig nach selbigem macht aber nach der Musik, die bei manchen Sendern drei bis fünf Mal am Tag gespielt werden. Demnach sage ich: Radio macht unterbewusst süchtig auf die gehörten Titel
Der Mensch und das Unterbewusste
Das der Mensch ein Unterbewusstsein hat, dazu noch ein Vorbewusstsein und das Bewusstsein an sich – is klar!
Es wird ja immer überall behauptet, dass das vieles unbewusst geschied. Diese Behauptung ist korrekt, angesichts der Fluten von Informationen, die der Körper pro Sekunde zu verarbeiten hat.
Sofern das Gehirn ständig alle wichtigen Eindrücke vollbewusst verarbeiten müsste, wäre schnell Stau… und AUS DIE MAUS! Vieles wird also durch Reflexe abgeschmettert (bspw. Lidschlag oder das hochreißen der Hände bei Gefahr vor dem Gesicht). Einiges wird keinem Denkprozess mehr unterworfen, sondern einfach abgearbeitet… bedingte Reflexe also gelernte Reflexe (bspw. Schuhe zubinden).
Gelernt wird vieles auch unbewusst bspw. über das Modellernen. Dies bedeutet man hat ein Model, welches das zu Lernende zeigt und es wird von diesem Model nur visuell wahrgenommen/aufgenommen. Später folgt eine bewusste oder unbewusst Erinnerung bspw. durch Assoziation (Wiedererkennen von Bekanntem).
Das Aufnahmegerät: Mensch
Es wird vom Gehirn so ziemlich alles mitgeschnitten was geht. Es sei denn, die zugeschriebene Unwichtigkeit versagt der Information den Weg zum Hirn. Wichtig und unwichtig wird über Jahre festgelegt und orientiert sich auch stark an Gefahren. Bspw. können im Schlaf einige Geräusche, die als lebensbedrohlich bekannt sind, zum erwachen führen.
Warum wird denn so vieles mitgeschnitten? Das Gehirn arbeitet beim Erinnern mit Schnittmengen und Querverweisen. Man erinnert sich bspw. an Ereignisse nicht nur durch Gesehenes sondern auch über Gerüche und Gehörtes bzw. Gefühltes. Schnittmenge deshalb, weil sich das Erlebte über die Sinnesorgane in einer Schnittmenge derselben sammelt. Nun kann über eine Teilschnittmenge die gesammte Information abgerufen werden (kann!).
Das Radiokomplott und die Verlage
Die wollen ja alle nur gewinne machen! Die Radiosender spielen also aufgrund von Vorgaben und wegen weniger Titel pro Tag (nur knapp 300-500) einen Titel 3-5 Mal pro Tag. Das hat sicher aber auch – bewusst – den Effekt, das Kunden dann nach einigen Tagen einen gewissen Titel toll finden. Warum? Der Titel ist leider schon so präsent im Gehirn, das Gefallen gefunden wird oder aber im unbewusst eine Wichtigkeit zugeschrieben wird. Wenn also dann noch der ungefähre Musikgeschmack getroffen wird: Treffer!
…und wann kaufen sie die CD?